STEFANIE BRACKMANN


Wenn Gedanken unter

die Haut gehen.


Das Zusammenspiel von Psyche, Körper und

der Kraft bewusster Selbstwahrnehmung.

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Was wir denken, beeinflusst unsere Gefühle und diese wiederum unseren Körper. Ein komplexes Zusammenspiel, für das der Begriff Embodiment steht. Was hat es damit auf sich und wie können wir Embodiment für unsere seelische Balance nutzen?


Der englische Begriff Embodiment bedeutet übersetzt Verkörperung. Verwendet wird er vorwiegend zur Beschreibung der wissenschaftlich nachgewiesenen Wechselwirkung von psychischen Prozessen wie Denken und Fühlen mit dem Körper. Ein Gedanke, der schon in der Antike bekannt war. Von Aristoteles ist dazu beispielsweise folgende Aussage überliefert:


Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies auch das Aussehen des Körpers und umgekehrt. Ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies zugleich auch den Zustand der Seele.


Was ist Embodiment und wie funktioniert es?

Ein gutes Beispiel für die Funktionsweise des Embodiments ist folgendes Phänomen: Sind wir traurig oder niedergeschlagen findet das seinen Ausdruck in einem müden und leeren Blick, die Mundwinkel sind leicht heruntergezogen. Lächeln wir dann trotzdem, ist das zunächst nur ein Fake, schon bald verbessert sich unsere Stimmung aber tatsächlich. Das liegt wie gesagt daran, dass Emotionen und Körper wechselseitig aufeinander einwirken. Ein natürlicher Mechanismus, den wir bewusst dafür nutzen können, um unsere seelische Verfassung positiv selbst zu beeinflussen. Auch, indem wir den Fokus vom Kopf mehr auf unseren Körper lenken.


Embodiment als Komplize gegen Stress.

Es ist wichtig zu verstehen, wie unser Gehirn tickt, wie wir uns mit unseren Gedanken, ohne es zu wollen, selbst stressen und wie wir dem entgegenwirken können.

Gedanken lösen Körpergefühle aus.

Dass wir in bestimmten Situationen angespannt und gestresst sind, ist etwas völlig Normales. Unser Körper ist dafür ausgelegt, zwischen Zuständen der Anspannung und der Entspannung hin- und herzupendeln. Erst die gedankliche Bewertung lässt uns eine Stresssituation als negativ empfinden. Unserem Gehirn signalisieren wir damit, dass hier ein Problem vorliegt, dass gelöst werden muss. Und unser Denkapparat macht dann einfach seinen Job, indem er sich gedanklich weiter um das Problem dreht. Quasi automatisch setzt dann eine negative Gedankenspirale ein, die dazu führt, dass wir uns noch gestresster fühlen und uns nur schwer wieder entspannen können. Ein Teufelskreis, da unser Nervensystem so auf ein Stresslevel programmiert wird, der viel höher ist als es sein müsste, was uns irgendwann krankmacht.


Körpergefühle lösen Gedanken auf

Was also tun, um wieder aus dem Kopf herauszukommen? In einem ersten Schritt ist zunächst einmal Achtsamkeit gefragt: Es gilt, die von unseren Gedanken hervorgerufenen Gefühle wahrzunehmen. Denn jede Emotion macht sich körperlich bemerkbar – Angst etwa in Form von Herzrasen oder Wut als Knoten im Bauch. Der Trick ist, diese Emotionen einfach zu fühlen. Ohne sie gedanklich zu bewerten oder zu unterdrücken. Werden unsere Gefühle nicht durch Gedanken künstlich am Leben gehalten, lösen sie sich nämlich ganz von selbst wieder auf. Auch der Knoten im Kopf löst sich, die Anspannung lässt nach, das Nervensystem reguliert sich herunter.


Unser Körper sendet uns jeden Tag Signale. Ein flacher Atem, verspannte Schultern oder ein Druck im Bauch sind oft mehr als bloße Symptome – sie sind Botschaften. Embodiment bedeutet, diese Botschaften nicht zu übergehen, sondern wieder in Kontakt mit uns selbst zu kommen. Denn oft zeigt uns der Körper längst, was unser Kopf noch versucht zu verdrängen.


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